Energiewende… Und sie dreht sich doch!

Ein kurzer Ausflug nach Pellworm, eine E-Mail der lokalen Windkraftgegner und die bevorstehende Bundestagswahl bewegt mich, mal wieder etwas zu meinem Lieblingsthema, der Energiewende zu schreiben.

Pellworm ist schön; eine Deichinsel, dadurch leider ohne Strand, aber ruhig und beschaulich. Und Pellworm hat ein großartiges Projekt.

Die SmartRegion Pellworm!

Ich radelte mit meinen beiden Söhnen über die Insel, und was strahlt mich an?

Solargenerator

Ein Solarpark, komplett strahlenfrei!

Das ist aber nicht alles! Fast all die Dinge, die ich gebetsmühlenartig wiederholt habe, die laut der Gegener einer Energiewende entweder noch nicht verfügbar, viel zu teuer oder überhaupt nicht möglich sind, stehen auf Pellworm in der Landschaft rum und funktionieren einfach!

Es gibt ein Hybridkraftwerk, aus Windkraft, Photovoltaik und Biomasse. Tafel Hybridkraftwerk

Es gibt eine sehr coole Möglichkeit zur Speicherung des Zappelstroms, wie Gegner der Energiewende immer sagen. Die Redox-Flow Batterie der Firma Gildemeister und eine Lithium-Ionen- Batterie der Firma Saft Batteries. Auf der Insel ist ein intelligent steuerbares Netz realisiert worden.
Es gibt elektrische Speicherheizungen die als steuerbare Last Spitzenleistungen aufnehmen können. Die Häuser sind teilweise mit lokalen Speichern ausgerüstet. All das wird gesteuert mit einer Softwarelösung des Fraunhoferinstitutes.

Die Anfänge dieses Projektes liegen im Jahr 1983.Und siehe da: In über 35 Jahren ist auf der Insel niemand dem Wahnsinn verfallen, die Insel ist nicht explodiert, die Fundamente der Anlagen haben die Insel nicht in der Nordsee versenkt und das Wattenmeer ist immer noch ein Rückzugsraum für allerhand Zugvögel. Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, ich könnte es nicht glauben!

Deutschland hat, Stand Ende August, in 2017 38,8 % seines elektrischen Energiebedarfs aus regenerativen Energien gedeckt. In diesem Jahr hat die Bundesrepublik einen Aussenhandelsüberschuss von 889 Mio Euro durch den Export von elektrischem Strom erzielt. Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Die Energiewende scheint, ganz offensichtlich, ein volkswirtschaftlicher und auch betriebswirtschaftlicher Erfolg zu sein. Mit den, auf Pellworm verwandten Technologien, die jetzt, hier und heute frei verfügbar sind, schafft es die Insel drei mal mehr elektrische Energie zu erzeugen als gebraucht wird.

Sicherlich ist eine touristisch und agrarisch geprägte Nordseeinsel nur schwer mit Südwestfalen oder dem Ruhrgebiet zu vergleichen. Wir haben hier viel mehr Möglichkeiten! Eine Übertragbarkeit ist gegeben. Die Einbindung des Gasnetzes, von mir ebenfalls immer wieder propagiert, ist in diesem rundherum gelungenen Projekt noch nicht einmal integriert.

Sicherlich kostet das richtig Geld, aber nur Helmut Kohl hat geglaubt, dass es blühende Landschaften zum Nulltarif gibt!

Wir sollten uns nicht weiter von selbsternannten Heimatschützern ins Bochshorn jagen lassen.

Die Energiewende funktioniert!

Offensichtlich!

Und tut niemandem weh!

In eigener Sache!

Ich habe zwei Anliegen, die ich Ihnen, liebe Leser, gerne kundtun möchte.

Erstens, ich benutze auf meiner Seite statt der üblichen „Like Buttons“ von Facebook das Tool Shariff der Zeitung C´T des Heise Verlags. Dieses Tool bietet gegenüber der Standardbuttons erhebliche Vorteile in Bezug auf den Schutz Ihrer Daten! Wenn Sie selbst ein Blog betreiben, tun Sie es auch!

Zweitens würde es mich sehr freuen, dass Sie, wenn Sie meine Beiträge so toll finden, das Sie diese in den sozialen Netzwerken teilen zu wollen, dies direkt von meiner Webseite und nicht innerhalb von Facebook tun. Das hat deutliche Auswirkungen auf meine Suchmaschinenplatzierung und erhöht somit meine Reichweite erheblich.

Vielen Dank!

 

 

Ein Neuanfang? Arndt Klocke und die Causa Schulze Föcking

Bei der Lektüre der Tagespresse sind mir heute zwei Dinge besonders ins Auge gefallen:

Das Interview mit Arndt Klocke im Kölner Stadtanzeiger sowie die Zustände auf dem Hof von Frau Ministerin Schulze Föcking über die Spiegel Online ausführlich berichtet.

Was bewegt mich, meine Arbeit Arbeit sein zu lassen und mir die Zeit zu nehmen diese Artikel zu kommentieren?

Die beiden Meldungen zeigen zweierlei Dinge deutlich auf!

Zum einen ist grüne Politik in diesen Zeiten notwendiger den je, auch und gerade für uns hier in Südwestfalen!

Da wird mit Frau Schulze Föcking offensichtlich der Bock zum Gärtner gemacht. Die Ministerin soll glaubhaft Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen verantworten? Eventuell Landwirtschaftspolitik, wenn man unter Landwirtschaft die möglichst billige industriemäßige Herstellung von Fleisch versteht. Hier besteht ein nicht ausräumbarer Interessenkonflikt! Industrielle Landwirtschaft lässt sich nun einmal nicht mit Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz unter einen Hut bringen.

Ich hatte inständig gehofft, dass es niemals dazu kommen wird, dass ich mich nach einem Umweltminister Remmel zurückzusehne. Die schwarz-gelbe Landesregierung ist gerade auf dem Weg dorthin. Die Ernennung der konventionellen Schweinemästerin Schulze-Föcking zur Ministerin für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz ist schon eine gewisse Instinktlosigkeit. Die jetzt bekanntgewordenen Vorwürfe, sollten sie sich bewahrheiten, lassen nur eine Reaktion der Ministerin zu, den sofortigen Rücktritt.
Schwarz-gelb schafft es, sich innerhalb kürzester Zeit, quasi mit trumpscher Geschwindigkeit, als vollkommen unfähig für die drängenden Zukunftsfragen zu positionieren.

Das Schulze Föcking’sche Schweinegate ist da nur ein Beispiel. Auch der Versuch, die erneuerbaren Energien vollkommen an die Wand zu fahren hat ein Ausmaß das selbst Remmel bei weitem in den Schatten stellt. Da kann auch eine angekündigte Re-Reform des Jagdrechtes nicht versöhnlich stimmen.

Der Bröckelreaktor in Tihange hätte im Falle eines ernstzunehmenden Unfalls mit dem massiven Austritt von Radioaktivität einen einschneidenden Einfluss auf unser aller Leben, auch hier im Kreis Olpe. Das Argument, die Immobilienpreise fallen durch die Anwesenheit von Windkraftanlagen ist, vor diesem Hintergrund, an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wie die folgende Karte zeigt würden in einem solchen Fall die Immobilienpreise im gesamten Kreis Olpe stark gegen Null tendieren.

Die eskalative Politik von Kim Jong-Un auf der einen und Donald Trump auf der anderen Seite zeigt auf, wie zerbrechlich der, relative, Frieden auf diesem unserem Planeten zur Zeit ist.
Der, für jeden an seiner Windschutzscheibe ablesbare, massive Rückgang von Insekten, hier insbesondere der Bienen, bedroht unser aller Lebensgrundlage.
Kern-Grüne Themen also, die einer dringenden Bearbeitung bedürfen. Davon kann auch nicht ablenken, dass Angela Merkel mit der Ehe für Alle Volker Becks Lebenswerk vollendet hat.

Damit kommen wir „zum Anderen“:

Das Interview mit Arndt Klocke stimmt hoffnungsvoll, dass der NRW Landesverband von Bündnis 90 / die Grünen „den Schuss gehört hat“. Eine Fokussierung auf Grüne Kernthemen und die Aussage

Für die Wahlniederlage ist zunächst die ganze Partei verantwortlich. Natürlich stehen die Minister noch einmal stärker im Fokus. Es ist eine persönliche und individuelle Entscheidung, ob man ein Mandat annimmt oder nicht. Beide haben aber gesagt, dass sie nicht die Gesichter der nächsten Wahl 2022 sein werden.“ – Quelle: http://www.ksta.de/27967608 ©2017

haben das Potential, aus den Grünen in NRW wieder das zu machen, was sie mal waren und was wir dringend brauchen. Ein Regulativ der Politik in drängenden Fragen unserer Zeit, fernab von Genderwahn und Oberlehrermentalität.

Landtagswahl NRW, grüner Absturz, ein Resumee

Eine amtierende Regierungskoalition wurde verheerend abgestraft,
abgestraft wofür?

Die Bilanz der Rot – Grünen Landesregierung sah nicht schlecht aus. Mehr Lehrer, mehr Polizisten, viele Kommunen aus der Haushaltssicherung. Die Erfolge sind zahlreich!
Doch woran liegt es?
Katastrophale Kommunikation gebündelt mit Themen, die keinen Menschen interessieren. Es ist der Regierungskoalition im allgemeinen und den Grünen im Besonderen nicht gelungen die Erfolge auch nur ansatzweise zu vermitteln.

Statt dessen wurde gegendert, was das Zeug hält.

Der Natur entfremdeter Großstadtklientel wurde ein sogenanntes ökologisches Jagdgesetz geliefert.
Ohne Sinn und Verstand wurden Jagdzeiten eingeschränkt und über jahrhunderte bewährte Jagdmethoden verboten.
Dann wundert man sich, dass die Wildschweine auch noch den letzten Hektar Grünland auf links drehen und die ach so süßen Mietzekatzen die letzten Bodenbrüter fressen.
Natürlich, am Artenschwund ist zu aller erst der Flächenverbrauch und die industrielle Landwirtschaft schuld. Aber da war man genauso in der Regierungsverantwortung und hat nicht geliefert! Klientelpolitik für Umweltverbände, gepaart mit einer Kommunikation, die in der selbstgefälligen Jägermeisterrunde des abgewählten Umweltministers Remmel ihren traurigen Höhepunkt fand!
Die Energiewende, grünes Kernthema, wurde ellenlang verschlafen. Die Überarbeitung des Windernergieerlasses hat ewig und drei Tage gedauert. In die Amtszeit der Regierung fiel die Planung der Enervie, mit dem Abschalten von Rönkhausen eines von drei Pumpspeicherkraftwerken in NRW vom Netz zu nehmen. Die Intervention war eher nicht wahrnehmbar. Von Neubauplänen, die es in NRW zahlreich gab, hört und sieht man nichts mehr.

Das mit dem Thema „innere Sicherheit“ die CDU punkten konnte ist verständlich, aber nur auf den ersten Blick! Wir haben in NRW keine „no Go Areas“. Aus eigener Anschauung weiß ich, dass man auch in der Dortmunder Nordstadt oder in Duisburg Marxloh nach Einbruch der Dunkelheit noch auf die Straße gehen kann. Bei der Polizei ist in der Legislaturperiode massiv Personal aufgebaut worden. Auch hier wieder: Miese Kommunikation!

Die Bildungspolitik von Frau Löhrmann wurde als einziges Chaos wahrgenommen. Die G8 / G9 Diskussion erschien den Wählern planlos. Man wusste selbst nicht was man will. Die Inklusion von Menschen mit Behinderung wurde den Kommunen aufs Auge gedrückt ohne die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen.

Zuletzt ist ein allgemeiner linksruck festzustellen. Klare Kante gegen rechts ist gut und wichtig, rot-rot-grüne Regierungsphantasien scheinen aber beim Wähler nicht anzukommen. Wie Baden-Württemberg und Hessen zeigen, sind ökologisch – konservative Koalitionen nicht nur möglich sondern auch hoch erfolgreich. Zuletzt hat Robert Habeck in Schleswig-Holstein gezeigt: Linksgrün braucht kein Mensch! Die Wählerschaft der Grünen liegt fernab von linken sozialphantastereien.

Die Grünen sind tot! Es leben die Grünen!

Da bin ich!

Bedingt durch den Medienrummel um meine Person habe ich mich entschlossen, ein Blog einzurichten.

Heute blogt irgendwie jeder. Es gibt meiner Meinung zwei Möglichkeiten damit umzugehen:

  • Das reicht dann auch!
  • Jetzt erst recht!

Ich habe mich, offensichtlich, für die zweite Variante entschieden!

Was möchte ich hiermit bezwecken?

Zum einen mag ich über den Fortgang des Verfahrens gegen das Nazipack vom dritten Weg berichten, zum anderen möchte ich euch teilhaben lassen an Dingen die mich, politisch oder gesellschaftlich, bewegen!