Ein Neuanfang? Arndt Klocke und die Causa Schulze Föcking

Bei der Lektüre der Tagespresse sind mir heute zwei Dinge besonders ins Auge gefallen:

Das Interview mit Arndt Klocke im Kölner Stadtanzeiger sowie die Zustände auf dem Hof von Frau Ministerin Schulze Föcking über die Spiegel Online ausführlich berichtet.

Was bewegt mich, meine Arbeit Arbeit sein zu lassen und mir die Zeit zu nehmen diese Artikel zu kommentieren?

Die beiden Meldungen zeigen zweierlei Dinge deutlich auf!

Zum einen ist grüne Politik in diesen Zeiten notwendiger den je, auch und gerade für uns hier in Südwestfalen!

Da wird mit Frau Schulze Föcking offensichtlich der Bock zum Gärtner gemacht. Die Ministerin soll glaubhaft Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen verantworten? Eventuell Landwirtschaftspolitik, wenn man unter Landwirtschaft die möglichst billige industriemäßige Herstellung von Fleisch versteht. Hier besteht ein nicht ausräumbarer Interessenkonflikt! Industrielle Landwirtschaft lässt sich nun einmal nicht mit Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz unter einen Hut bringen.

Ich hatte inständig gehofft, dass es niemals dazu kommen wird, dass ich mich nach einem Umweltminister Remmel zurückzusehne. Die schwarz-gelbe Landesregierung ist gerade auf dem Weg dorthin. Die Ernennung der konventionellen Schweinemästerin Schulze-Föcking zur Ministerin für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz ist schon eine gewisse Instinktlosigkeit. Die jetzt bekanntgewordenen Vorwürfe, sollten sie sich bewahrheiten, lassen nur eine Reaktion der Ministerin zu, den sofortigen Rücktritt.
Schwarz-gelb schafft es, sich innerhalb kürzester Zeit, quasi mit trumpscher Geschwindigkeit, als vollkommen unfähig für die drängenden Zukunftsfragen zu positionieren.

Das Schulze Föcking’sche Schweinegate ist da nur ein Beispiel. Auch der Versuch, die erneuerbaren Energien vollkommen an die Wand zu fahren hat ein Ausmaß das selbst Remmel bei weitem in den Schatten stellt. Da kann auch eine angekündigte Re-Reform des Jagdrechtes nicht versöhnlich stimmen.

Der Bröckelreaktor in Tihange hätte im Falle eines ernstzunehmenden Unfalls mit dem massiven Austritt von Radioaktivität einen einschneidenden Einfluss auf unser aller Leben, auch hier im Kreis Olpe. Das Argument, die Immobilienpreise fallen durch die Anwesenheit von Windkraftanlagen ist, vor diesem Hintergrund, an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wie die folgende Karte zeigt würden in einem solchen Fall die Immobilienpreise im gesamten Kreis Olpe stark gegen Null tendieren.

Die eskalative Politik von Kim Jong-Un auf der einen und Donald Trump auf der anderen Seite zeigt auf, wie zerbrechlich der, relative, Frieden auf diesem unserem Planeten zur Zeit ist.
Der, für jeden an seiner Windschutzscheibe ablesbare, massive Rückgang von Insekten, hier insbesondere der Bienen, bedroht unser aller Lebensgrundlage.
Kern-Grüne Themen also, die einer dringenden Bearbeitung bedürfen. Davon kann auch nicht ablenken, dass Angela Merkel mit der Ehe für Alle Volker Becks Lebenswerk vollendet hat.

Damit kommen wir „zum Anderen“:

Das Interview mit Arndt Klocke stimmt hoffnungsvoll, dass der NRW Landesverband von Bündnis 90 / die Grünen „den Schuss gehört hat“. Eine Fokussierung auf Grüne Kernthemen und die Aussage

Für die Wahlniederlage ist zunächst die ganze Partei verantwortlich. Natürlich stehen die Minister noch einmal stärker im Fokus. Es ist eine persönliche und individuelle Entscheidung, ob man ein Mandat annimmt oder nicht. Beide haben aber gesagt, dass sie nicht die Gesichter der nächsten Wahl 2022 sein werden.“ – Quelle: http://www.ksta.de/27967608 ©2017

haben das Potential, aus den Grünen in NRW wieder das zu machen, was sie mal waren und was wir dringend brauchen. Ein Regulativ der Politik in drängenden Fragen unserer Zeit, fernab von Genderwahn und Oberlehrermentalität.

Bundestagswahl 2017, Christian Hohn besser als keiner?

Bündnis 90 / Die Grünen haben einen Kandidaten für den Wahlkreis 149 gewählt. Den 71 jährigen Christian Hohn

Laut Homepage des grünen Kreisverbandes MK „mit großer Mehrheit!“

Von den Anwesenden stimmten 11 für den Bewerber, 5 dagegen und 3 enthielten sich der Stimme. Und das, nachdem einer der Anwesenden in der Vorstellung gefragt hat, ob es zulässig sei, die Wahlversammlung zu unterbrechen um einen geeigneteren Bewerber zu suchen.
Wofür steht der Bewerber, der nach unerträglichen Auseinandersetzungen in einer Abstimmung, an der er selbst beteiligt war, aus der grünen Fraktion der Olper Stadtverordnetenversammlung ausgeschlossen wurde?

„Hauptthemen des 71-jährigen sind Verbraucherschutz, Soziales und Gesundheit. Für den bevorstehenden Wahlkampf ist ihm besonders Lebensmittelsicherheit, sowie Vermeidung von Lebensmittelvernichtung wichtig. Er steht für einen schnellen Kohleausstieg und die Elektromobilität.“

Der schnelle Kohleausstieg liegt ihm besonders am Herzen! Dies zeigt sich besonders daran, dass der Kandidat, in einem seiner ersten Postings bei Facebook Werbung für den DGB macht.

Interessant ist hier die Stellungnahme des DGB-Landeschefs: „Andreas Meyer-Lauber kündigte an, im Kampf um die Braunkohle-Arbeitsplätze „die Krallen“ auszufahren!“ Es geht um ein anderes Thema, ja, aber die Unterstützung des politischen Gegners in einem Kernthema wirft Fragen auf!

Weiterhin möchte der Kandidat sich für die „Lebensmittelsicherheit“ einsetzen. Ein wichtiges Thema! In NRW verenden jährlich hunderte, wenn nicht tausende, von Menschen an Amöbenruhr, Salmonellen oder Typhus. Die Lebensmittelampel war eines der Themen, das schlagkräftig für den deutlichen Misserfolg der Grünen bei der letzten Landtagswahl beigetragen hat.

Die nordrhein-westfälischen Grünen haben eine inhaltliche und personelle Erneuerung versprochen. Nicht nur meine Analyse zeigt, dass dies dringend erforderlich ist.

Ob ein Mann an der oberen Grenze des „best Ager“ Alters mit Themen aus der Mottenkiste dazu der geeignete Weg ist, wird sich zeigen!

Ökologische und freiheitliche Themen sind zu wichtig um ihnen mit Hohn und Spott zu begegnen!