Der Anfang

Irgendwann, es muss so im Frühjahr 2016 gewesen sein, hatte ich eine eklige Postkarte im Briefkasten.

Die Partei „der dritte Weg“ bedenkt mich mit einer Postkarte…

Mein erster Reflex war „in den Müll“ damit. Aber es kam anders. Ich hörte von einigen anderen Kommunalpolitikern die auch mit einem solchen Gutschein bedachte wurden. Ein paar wandten sich an die Polizei.

Die Verfahren waren 3F: formgerecht, fristgerecht, fruchtlos

Der Inhalt war zwar geschmacklos aber nicht nicht strafbar. Zumindest in diesem Bereich hatten die Brüder und Schwestern sich abgesichert.

Es kam mir die Idee, diesen Reisegutschein einzulösen. Gesagt getan, ran an den PC und einen freundlichen Begleitbrief verfasst:

 

Der dritte Weg

Herrn Klaus Armstroff

Postfach1122

67085 Bad Dürkheim

– Einschreiben Rückschein –

Reisegutschein                                                                     Olpe, 12.04.16

Sehr geehrter Herr Armstroff,

danke für die freundliche zur Verfügungstellung eines Reisegutscheines für eine Seereise von Deutschland nach Afrika.

Ich freue mich sehr auf die Reise und möchte Sie bitten, mir die entsprechenden Reiseunterlagen nebst Sicherungsschein zu übersenden. Auch aufgrund meiner Urlaubsplanung erwarte ich den Zugang bis zum 10.05.16.

Mit grünen Grüßen

Das ganze per „Einschreiben Rückschein“ auf den Weg gebracht und der Dinge geharte die da kommen.

Es kam: Nichts!

Nach Ablauf der gesetzten Frist, meine Urlaubsplanung wurde zwischenzeitlich schwierig, sendete Ich dem Herrn Parteivorsitzenden eine freundliche Erinnerung.

Es kam, richtig, wieder nichts!

Eine kontrovers diskutierte Webseite braucht sicherlich auch eine Sexismusdebatte! Daher erlaube ich mir die Frage: Sind Herrn Armstroff die Eier abhanden gekommen?

Aufgrund der guten Auftragslage, kombiniert mit der Situation dass die Migranten uns eben nicht die Arbeitsplätze wegnehmen, habe ich die Sache eine ganze Weile liegen lassen.

Ich habe mich meiner Arbeit und dem Versuch, meinen Personalmangel in den Griff zu bekommen gewidmet und mich wesentlich später entschlossen Klage einzureichen.

Die Medienlawine die ich damit losgetreten haben war weder erwartet noch beabsichtigt. Aber dazu mehr in einem späteren Beitrag.

Ein Gedanke zu „Der Anfang

  1. Hallo Herr Bitzer,

    auch wenn wir sicherlich parteipolitisch nicht so ganz auf einer Linie liegen, so komme ich doch nicht umhin, Ihnen zur Idee des Einklagens dieses sog. „Reisegutscheins“ zu gratulieren.

    Eine wahrlich köstliche Idee, über die ich mich wirklich königlich amüsiere.

    Bei aller Freude – man darf den ernsten Hintergrund nicht aus den Augen verlieren.

    Ich hoffe deshalb sehr, dass in der Sache ein Urteil zu Ihren Gunsten gefällt werden wird, darauf hoffend, dass sich solcherlei gespenstische Aktionen von solchen „Kameraden“ zukünftig nicht wiederholen.

    Bleiben Sie in der Sache hartnäckig und dran…bitte.

    Es grüßt Sie freundlich

    F.-R. L.

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