Rede Welttag gegen Rassismus

  • Meine Damen und Herren,

    vielen Dank dass Sie so zahlreich erschienen sind!

    Am heutigen Welttag gegen Rassismus möchte ich von meinem Widerstand gegen den Rechtsextremismus, besonders die Partei der dritte Weg, berichten und möchte Ihnen eine Bitte mit auf den Weg geben!

    Der dritte Weg ist eine, nach eigener Aussage, national-sozialistische Kleinstpartei mit einigen hundert Mitgliedern bundesweit.

    Eigentlich ein kleiner Haufen ewig gestriger, die es nicht Wert wären, auch nur eines Blickes gewürdigt zu werden.

     

    Eigentlich…

    Bei ein paar dummen Menschen scheinen die kruden Thesen auf fruchtbaren Boden zu fallen!

    Eine Lawine kann man nur am Anfang aufhalten! Deshalb muss das Motto sein:

    „Wehret den Anfängen!“

    Was tut der dritte Weg?

    Eigentlich gar nichts!

    Laut Ihrer Webseite besteht die wesentliche politische Arbeit darin, dass eine handvoll „Männer“, oder solche die es werden wollen, nachts im Fackelschein im Wald stehen und irgendwelcher Helden gedenken!

    Man fabuliert von der Wiederherstellung von Deutschland in seinen völkerrechtlichen Grenzen, womit der Einmarsch in Polen gemeint sein dürfte.

    Es werden in einem Onlineshop T-Hemden, eher bekannt als T-Shirts, eines italienischen Modelabels, vermutlich produziert in süd-ost Asien und Aufkleber mit geschmacklosen Parolen vertrieben.

    Weiterhin hetzt man gegen den sogenannten Volkstod und die Überfremdung was in den Augen der Nazis vom dritten Weg ein Synonym für das Recht auf Asyl ist.

    Menschen, die das Grundrecht auf Asyl anerkennen und sich eventuell noch in der Flüchtlingshilfe engagieren werden als Überfremdungsbefürworter diffamiert.

    Als solcher bin ich auf dem Schirm des dritten Wegs gelandet.

    Der Parteivorsitzende bedachte mich, und viele andere, mit einer Postkarte. Ein Gutschein für eine Ausreise aller Überfremdungsbefürworter nach Afrika.

    Ja, ich halte das Recht auf Asyl, neben der Religion- und Meinungsfreiheit, für die größten Errungenschaften unseres Staates.

    Ja, ich bin ein Überfremdungsbefürworter!

    Nicht weil ich diesen Unfug glaube, sondern weil ich gelernt habe wie wichtig das Recht auf Asyl sein kann. Das beste Beispiel ist die, von dem Nazipack so hoch gehaltene, Zeit von 1933 – 1945!

    Am Anfang war es die Flucht vor den Deutschen am Ende war es die Flucht der Deutschen vor den schrecklichen Folgen des durch die Nazis angezettelten Weltkriegs.

    Ich habe die Postkarte zurück geschickt und auf meiner Reise bestanden. Es kam erwartungsgemäß:

    Nichts!

    Ich habe eine Mahnung geschickt! Es kam erwartungsgemäß:

    Nichts!

    Erst als ich Klage eingereicht habe kam eine Reaktion.

    Mit dieser habe ich allerdings nicht gerechnet.

    Ich sei gar kein Überfremdungsbefürworter schrieb die Anwältin der Gegenseite!

    Die politischen Aktionen des dritten Weges seien reine Provokation und überhaupt nicht ernst gemeint schrieb die Anwältin!

    Was ist da los?

    Könnte es sein, dass wenn es um Geld geht der Heldenmut plötzlich schwindet?

    Könnte es sein, dass ein von Weltmachtfantasien getriebner Elektriker aus der Oberpfalz sein Geschäftsmodell vor die Hunde gehen sieht?

    Könnte es sein, dass dieser Elektriker es geschafft hat, einige verblendete Jugendliche vor seinen, in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen gebauten, Karren zu spannen?

    Wir wissen es nicht und werden es vermutlich auch nie erfahren!

    Was ich weiß, ist das dieser kleine Akt des Widerstandes diesen Haufen mächtig in Wallung gebracht hat.

    Die eigenen politischen Aktionen werden um des Geldes wegen als reine Provokation, als Satire, als politischer Klamauk eingestuft. Von Heldenmut keine Spur.

    Den sogenannten Aktivisten des dritten Wegs kann ich nur einen Rat geben:

    Jungs geht nach Hause!

    Wenns um Kohle geht läßt euch euer Führer im Regen stehen. Da sind eure Aktionen vor Ort nur noch Klamauk.

    Egal wie dieser Prozess ausgeht. Gewonnen hab ich schon jetzt!

    Der dritte Weg hat die Maske fallen lassen!

    Meine Damen und Herren,

    stehen Sie auf!

    Zeigen Sie Präsenz!

    Jeder, der sich für unser freies und vielfälltiges Deutschland einsetzt und nicht vor der braunen Brut zurückweicht ist ein Gewinn!

    Sprechen Sie Alltagsrassismus offensiv an!

    Setzen Sie Grenzen!

    Schauen Sie nicht weg!

    Jeder kann ein Held sein!

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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